Kolibri

Eine Parabel vom LebenGestern Abend begnete ich zwei Heiligen.
Dem Heiligen Sebastian und dem Heiligen Pierre.
Wir saßen bei einander, umhüllt von etwas das sich wie die “Reinste Energie” anfühlte als der Heilige Sebastian eine Geschichte mit uns teilte.

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Die Geschichte vom Kolibri
(Von Pierre Rahbi)

Eines Tages brach ein Feuer im Wald aus.
Schnell wuchs es, breitete sich aus, verzehrte alles was ihm in den Weg kam.
Die Tiere des Waldes waren entsetzt.
In Panik stürmten sie aus dem Wald um sich vor dem Feuer zu retten.
Hase und Fuchs, Spatzen und Falken, die Maus ebenso wie der Wolf oder Bär.
Plötzlich sah der Bär einen Kolibri.
Einen winzigen Kolibri.
Der flog zwar auch aus dem Wald heraus, aber nur bis zum See wo er jene winzige Menge Wassers die in seinen Schnabel passte, aufnahm und zurück in den Wald hinein flog. Dort spie er das Wasser ins Feuer, flog wieder aus dem Wald um wieder Wasser aufzunehmen und in den Wald zurück zu fliegen. Unermüdlich. Unbeirrbar.
Der mächte Bär hiel inne in seiner Flucht und fragte den Kolibri erstaunt:
“Kolibri!” sagte er, “bist Du von Sinnen? Mit dieser winzigen Menge Wassers die da in Deinen Schnabel passt, hast Du doch ohnehin keine Chance gegen das Feuer! Du wirst Deine Federn und Flügel verbrennen und im Feuer sterben!”
“Ist mir klar”, erwiderte der Kolibri, “aber wenigstens trage ich meinen Teil bei.”

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Die Tiefe und Bedeutung dieser einfachen Parabel ist es wert darüber nachzudenken…

Ach ja, und übrigens:
Sie werden sich fragen: “Sind dieser Sebastian und dieser Pierre, die ich da traf, wirkiche Heilige?”
Und ich würde antworten: “Nun, vielleicht nicht nach der Auffassung dieses Vereins mit Hauptsitz in Rom, …aber auf der anderen Seite braucht die Menschheit derzeit keine “Heiligen der Vergangenheit” sondern “Heilige der Zukunft”  – und das sind Sebastian und Pierre mit Sicherheit. Jeder auf seine eigene, bemerkenswerte Art und Weise.